Ein Arzt verwendet einen Vordruck, um über eine selbst zu zahlende Vorsorgeuntersuchung aufzuklären. Aus Sicht des Bundesgerichtshofs ist das nicht zu beanstanden – auch wenn ein solches Vorgehen in anderen Lebensbereichen wohl nicht erlaubt wäre. Glaukome sind tückisch. Die auch als „Grüner Star“ [...]
Ärzte müssen vor einer Operation die Risiken und Gefahren im Großen und Ganzen erklären. Doch wann sind diese Voraussetzungen erfüllt? Und welche Folgen haben Aufklärungsfehler, wenn sie die Entscheidung des Patienten gar nicht beeinflussen? Ärzte in Deutschland operieren derzeit etwa 275.000 Leistenbrüche pro [...]
Für Mediziner mögen bestimmte Eingriffe Routine sein. Für Patienten sind sie es nicht. Das wirft die Frage auf, wie individuell das Aufklärungsgespräch vor Standard-Behandlungen ausfallen kann und muss. Grundsätzlich gilt: Ärzte müssen beweisen, dass sie einen Patienten ausreichend über die Chancen und Risiken [...]
Kein Schmerzensgeld für vermeintlich überflüssige Vorhautentfernung Im Alter von fünf Jahren wird einem Jungen wegen einer schweren Phimose die Vorhaut entfernt. 19 Jahre später verklagt der heute Erwachsene den Operateur auf Schmerzensgeld. Zu Unrecht, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf nun entscheid. Ein 24-jähriger Mann [...]
Ihre Herz-Operation verlief reibungslos. Dennoch verließ eine Patientin aus Hamburg die Klinik als gebrochene Frau – und im Rollstuhl. Nun hat das Landgericht Hamburg in dem Fall ein Urteil gesprochen. Dass Patienten nach operativen Eingriffen Mittel zur Thromboseprophylaxe erhalten, ist Standard. Einer Patientin [...]
Ein Patient kommt wegen einer Knie-Operation ins Krankenhaus. Der Eingriff an sich verläuft gut. Im Aufwachraum allerdings ereignet sich ein folgenschwerer Unfall, der den Mann dauerhaft an den Rollstuhl fesselt. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichkeiten geklärt – vorerst zumindest Ein 71-jähriger Patient [...]
Ein Arzt verwechselt einen Tumor mit einem Bluterguss, die Patientin verstirbt. Nun hat das OLG Frankfurt/M. dem Witwer ein hohes Schmerzensgeld zuerkannt. Das letzte Wort in der Sache ist aber noch nicht gesprochen. Das Urteil lässt aufhorchen. Im Fall einer 70-jährigen Frau, die [...]
Eine junge Frau hat Krebs, aber gute Heilungschancen. Dennoch lässt sie sich nicht nach schulmedizinischen Methoden behandeln, sondern vertraut ihrer Heilpraktikerin. Deren Behandlungsmethoden bleiben wirkungslos. Die Frau verstirbt. Ein Haftungsfall? Ein Mann hat seine Frau verloren, ein kleiner Junge wächst ohne Mutter auf. [...]
Wie gut müssen die Argumente sein, wenn ein Patient ein – für ihn ungünstiges – medizinisches Sachverständigengutachten entkräften will? Ein aktueller Beschluss des BGH macht Mut. Pro Jahr erhalten in Deutschland rund 200 000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Ob die OP ein Erfolg [...]
Durchfall und Erbrechen können für Säuglinge lebensbedrohlich sein. Kinderärzte müssen die Beschwerden daher ernst nehmen und entsprechend agieren – selbst dann, wenn die Eltern dies nicht tun. Es ist der Ostermontag des Jahres 2003. Kurz vor Mitternacht stellt sich eine Frau mit ihrer [...]
Ein Patient mit schweren Augenleiden droht zu erblinden. Seine einzige Hoffnung: ein Deutschland nicht zugelassenen Präparat. Als seine Kasse die Kostenerstattung verweigert, klagt der Mann – und bekommt Recht. Welche Medikamente muss die Kasse einem Patienten zahlen, dem der Verlust seines Sehvermögens droht, [...]
Muss eine Klinik eine schwangere Patientin mit unklaren Schmerzen aufnehmen, wenn diese sich weigert, einen Coronatest durchführen zu lassen? Das Landgericht Dortmund musste dazu im Schnellverfahren entscheiden. Wenn eine Frau in der 33. Schwangerschaftswoche eine Notaufnahme betritt und über starke Nierenschmerzen klagt, ist [...]
Patientinnen, die vorzeitig von eine Mutter-Kind-Kur abbrechen, müssen auch dann keinen Schadenersatz leisten, wenn der Behandlungsvertrag eine solche Zahlung vorsieht. Ist eine Kurklinik ein besseres Hotel – oder liegt de Schwerpunkt der dort erbrachten Leistungen auf eine medizinischen Behandlung? Dies Frage musste vor [...]
Ein Patient verlangt Schmerzensgeld wegen eines Behandlungsfehlers, beschuldigt aber den falschen Klinikarzt. Muss das Krankenhaus nun von sich aus offenlegen, welcher Kollege den womöglich haftungsträchtigen Lapsus begangen hat? Es mag im Einzelfall ungerecht erscheinen. Doch nach wie vor gilt: Ein Patient, der behauptet, [...]
Mitteilungspflicht bei Verdacht auf Behandlungsfehler Wenn der Arzt den Verdacht hat, dass es bei einem Patienten zu einem Behandlungsfehler gekommen ist, dann muss er ihm das in der Regel mitteilen. Ob der Arzt einen eigenen Fehler oder den Behandlungsfehler eines anderen Arztes für [...]
Der Patient oder ein Familienangehöriger haben den Verdacht, dass bei einer ärztlichen Behandlung etwas schiefgelaufen ist und dem niedergelassenen Arzt, dem Zahnarzt oder im Krankenhaus ein Behandlungsfehler unterlaufen ist.
Allein die Aussage, bei der Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder das Krankenhaus sei etwas schief gelaufen, reicht nicht aus, um Schadenersatz und möglicherweise auch ein Schmerzensgeld zu erhalten. Hier lesen Sie, wie sich die Beweisfrage bei ärztlichen Behandlungsfehlern aus juristischer Sicht darstellt.
Auch wenn es vielen Patienten gar nicht bewusst ist – zwischen ihnen und ihrem behandelnden Arzt besteht ein Behandlungsvertrag. Dieser Vertrag schreibt nicht nur eine Behandlungspflicht des Mediziners fest, sondern auch eine Aufklärungspflicht.
Irren ist bekanntlich menschlich, und Ärzte sind nur Menschen. Deshalb kann auch dem besten Arzt einmal ein Diagnosefehler unterlaufen. Für den Patienten kann eine falsche Diagnose allerdings gravierende Folgen haben.















