
Soll ich wirklich gegen meinen Arzt / Zahnarzt vorgehen?
Autor:
Jürgen Wahl
Veröffentlicht am:
15. Dezember 2025
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein rechtliches Vorgehen gegen einen Arzt kann sinnvoll sein, wenn durch einen Behandlungsfehler erhebliche gesundheitliche, finanzielle oder psychische Schäden entstanden sind.
- Viele Betroffene zögern wegen der Angst vor langen Verfahren, hohen Kosten oder unklaren Erfolgsaussichten, doch eine fachkundige rechtliche Beratung kann hier Sicherheit schaffen.
- Wichtig ist, Kosten, Risiken und Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen und vorhandene Unterstützungen wie Rechtsschutzversicherung oder Prozesskostenhilfe zu nutzen.
- Eine spezialisierte anwaltliche Vertretung ist entscheidend, um medizinische und juristische Besonderheiten richtig zu bewerten und die beste Strategie zu entwickeln.
- So können Betroffene ihre Ansprüche mit klarer Perspektive und professioneller Unterstützung durchsetzen.
Wann lohnt es sich, rechtlich gegen einen Arzt vorzugehen?

Ob sich ein rechtliches Vorgehen gegen einen Arzt lohnt, hängt davon ab, wie gravierend der Behandlungsfehler und die daraus resultierenden Folgen sind. Nicht jede fehlerhafte Behandlung führt automatisch zu einem Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld.
Entscheidend ist, ob der Fehler zu einem erheblichen gesundheitlichen, finanziellen oder psychischen Schaden geführt hat. Unsere Anwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht prüft für Sie sorgfältig, ob in Ihrem Fall ein rechtliches Vorgehen sinnvoll und erfolgversprechend ist.
Erhebliche gesundheitliche Schäden
Wenn durch eine fehlerhafte Behandlung eine deutliche Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands eingetreten ist, kann eine rechtliche Klärung sinnvoll sein. Dazu gehören etwa Infektionen nach einem Eingriff, unzureichend behandelte Verletzungen oder falsche Diagnosen, die zu einer verzögerten oder falschen Therapie geführt haben. In solchen Fällen kann ein Behandlungsfehler juristisch relevant sein.
Dauerfolgen und Einschränkungen
Bleibende Schäden, wie Bewegungseinschränkungen, Narben oder chronische Schmerzen, sind oft ein deutliches Zeichen für einen schweren Behandlungsfehler. Wenn Sie infolge der Behandlung dauerhaft in Ihrem Alltag, Beruf oder Ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind, prüfen wir, ob Ihnen Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Rentenzahlungen zustehen.
Zusätzliche Behandlungen oder Operationen
Mussten Sie wegen eines ärztlichen Fehlers erneut operiert oder nachbehandelt werden, kann dies ein Hinweis auf eine fehlerhafte Erstbehandlung sein. Jede zusätzliche Operation bedeutet für Sie eine erneute Belastung, körperlich, seelisch und finanziell. In solchen Fällen kann sich der Gang zu einem Fachanwalt für Arzthaftungsrecht lohnen.
Finanzielle Belastungen durch den Fehler
Behandlungsfehler können auch finanzielle Folgen haben, etwa durch Verdienstausfälle, hohe Kosten für Medikamente, Reha-Maßnahmen oder Hilfsmittel. Wenn Sie durch die fehlerhafte Behandlung wirtschaftlich beeinträchtigt wurden, setzen wir uns dafür ein, dass Sie diese Kosten ersetzt bekommen.
Psychische Folgen der Fehlbehandlung
Auch die seelische Belastung nach einem ärztlichen Fehler darf nicht unterschätzt werden. Angst vor Ärzten, Schlafstörungen oder Depressionen sind keine Seltenheit. Wenn die psychischen Folgen Sie stark beeinträchtigen, kann auch dies ein Grund sein, rechtliche Schritte zu prüfen. Wir begleiten Sie dabei mit Einfühlungsvermögen und juristischer Expertise.
Behandlungsfehler?
Wir kämpfen für Ihr Recht!
Wir sind auf Behandlungsfehler spezialisiert und setzen uns seit über einem Jahrzehnt bundesweit für Patienten ein, die durch ärztliche Fehlbehandlungen geschädigt wurden.
Gründe, die Betroffene oft zögern lassen
Viele Betroffene zögern, rechtliche Schritte gegen ihren Arzt einzuleiten, und das aus nachvollziehbaren Gründen. Oft besteht die Sorge, dass ein Verfahren vor Gericht Jahre dauern und mit einer emotionalen Belastung verbunden sein könnte. Die Vorstellung, den gesamten Behandlungsverlauf noch einmal im Detail durchzugehen, schreckt viele ab. Hinzu kommt die Angst vor hohen Kosten: Anwälte, Gutachten und Gerichtskosten wirken auf den ersten Blick abschreckend – vor allem, wenn unklar ist, ob die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt.
Ein weiterer Grund für Zurückhaltung ist die Unsicherheit über die Beweislage. Medizinische Sachverhalte sind komplex und viele Patienten wissen nicht, ob sie überhaupt genügend Beweise in der Hand haben, um einen Fehler nachzuweisen. Auch das emotionale Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt spielt eine große Rolle. Wer sich in der Vergangenheit gut aufgehoben fühlte, empfindet es als schwierig, plötzlich juristisch gegen denselben Arzt vorzugehen. Schließlich zweifeln viele Betroffene an den Erfolgsaussichten eines solchen Verfahrens, aus Unkenntnis darüber, wie häufig Behandlungsfehler tatsächlich vorkommen und welche Chancen bestehen, diese nachzuweisen.
Kosten, Risiken und Erfolgsaussichten realistisch einschätzen
Unsere Anwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht legt Wert auf volle Transparenz, damit Sie Ihre Entscheidung sicher treffen können. Zu den wichtigsten Kosten zählen Anwalts- und Gerichtskosten, die sich nach dem Streitwert richten. Auch Gutachten können zusätzliche Ausgaben verursachen. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese häufig einen Großteil der Kosten, wir prüfen das für Sie und holen bei Bedarf die Deckungszusage ein.
Fehlt eine Versicherung, kann Prozesskostenhilfe in Frage kommen. Je nach Einkommen werden dabei Anwalts- und Gerichtskosten ganz oder teilweise übernommen.
Natürlich besteht immer das Risiko, den Prozess zu verlieren und die Kosten der Gegenseite tragen zu müssen. Deshalb prüfen wir vorab genau, wie hoch Ihre Erfolgsaussichten sind, ehrlich, realistisch und mit dem Ziel, Sie vor unnötigen Risiken zu schützen.
Warum eine spezialisierte anwaltliche Beratung entscheidend ist

Unsere Anwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht bietet Ihnen die notwendige Erfahrung und Entlastung in jeder Phase des Verfahrens:
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